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Alle Anderen

ALLE ANDEREN erzählt die Geschichte von Gitti (Birgit Minichmayr) und Chris (Lars Eidinger), einem ungleichen Paar, das sich in abgeschiedener Zweisamkeit durch einen Urlaub kämpft. Wir lernen zwei Menschen kennen, wie sie nur sein können, wenn sie alleine sind: geheime Rituale, Albernheiten, unerfüllte Wünsche und Machtkämpfe. Ausgelöst durch ein scheinbar unwichtiges Ereignis – die Begegnung mit einem anderen Paar – gerät die Beziehung ins Wanken.

Die Anderen sind nicht nur erfolgreicher, sondern verstehen es zudem, eine konventionelle Mann-Frau-Rollenverteilung hinter einer modernen Fassade zu verstecken. Chris beginnt, sich an den anderen zu orientieren, und versucht, seiner eigensinnigen Freundin ihre Grenzen zu zeigen, wodurch Gittis Vertrauen in ihren Freund zutiefst erschüttert wird. Ihr Versuch, sich seinem neuen Wunschbild anzupassen, entwickelt sich vom Spiel mit einer neuen Rolle zu einem stillen Kampf gegen sich selbst. Während Chris in der Rolle des Stärkeren aufblüht und sich Gitti auf neue Weise öffnet, droht sie sich zu verlieren.

Mit subtilem Humor und grausamer Genauigkeit erzählt ALLE ANDEREN von den widersprüchlichen Sehnsüchten eines Paares auf der Suche nach seiner Identität. Die Angst der Protagonisten vor Verantwortung und eigenen Gefühlen spiegelt die emotionale Orientierungslosigkeit einer ganzen Generation wider. Eine intime Liebesgeschichte, die in die Tiefen einer Beziehung eintaucht und sich dabei ganz auf das feine, berührende Spiel ihrer Darsteller verlässt. Wie schon “Der Wald vor lauter Bäumen” entwickelt ALLE ANDEREN aus einer einfachen Grundsituation eine vielschichtige Erzählung, die eine große Sogwirkung entfaltet. Dabei zeigt Maren Ade erneut ihre Fähigkeiten, so wahrhaftig zu inszenieren, dass wir uns der Gefühlswelt der Figuren nicht entziehen können.

„Maren Ade konzentriert sich auf ihre Figuren, und die werden so plastisch, so echt – auch weil sie von Birgit Minichmayr und Lars Eidinger so grandios gespielt werden“
(Süddeutsche Zeitung)

„So feinsinnig wie hier die verletzliche Geschichte eines frischverliebten Pärchens erzählt wird, hat man so noch nicht gesehen. Der Film ist ein wunderbares Plädoyer dafür, trotz Geschmacksdiktat auf die eigene Stimme zu hören.“
(Frankfurter Rundschau)

„Der Film erzählt mit einfachen Bildern und exzellenten Dialogen von der Suche nach sich selbst und davon Anders sein zu wollen.“
(3Sat Kulturzeit)


Deut 2008 • Länge: 119 • Regie: Maren Ade • Schauspieler: Birgit Minichmayr, Lars Eidinger, Hans-Jochen Wagner, Nicole Mar • FSK: ab 12

Kinostart im zeise am Donnerstag, den 18.6.09



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